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Selb

„KunsTRäume“ im Porzellanikon Selb am 18. April 2026

Vielfältige Kunst aus der Region in gemeinsamer Ausstellung, Live-Musik und Kulinarisches


Am Samstag, den 18. April 2026 findet ab 17 Uhr an verschiedenen Orten in der Stadt Selb die Großveranstaltung „KunsTRäume“ statt. Auch das Porzellanikon in Selb und das Museumsrestaurant „Altes Brennhaus“ sind mit dabei. Das staatliche Museum für Porzellan bietet mit den Räumen der ehemaligen Porzellanfabrik einen atmosphärisch geprägten Ausstellungsort, der die vielfältigen Kunstwerke auf eine besondere Weise präsentiert. Mit einem Shuttlebus, der durchgehend von der Innenstadt pendelt, können Besucherinnen und Besucher das Museum bequem erreichen und tolle Ausstellungen, Live-Musik und Kulinarisches an einem Ort erleben.

Folgende Künstlerinnen und Künstler stellen im Porzellanikon aus:

Achim Ender (alias „Blackender“), Eisenbahnfotografie
Achim Ender aus Marktleuthen widmet sich mit großer Leidenschaft der Eisenbahnfotografie. In der Ausstellung zeigt er Arbeiten aus den Jahren 2017 bis 2025, entstanden im Fichtelgebirge und im Egerland. Seine Bildsprache verbindet historische Anmutungen mit Monochrom-, Farbfilm- und HDR-Ästhetiken. So entsteht ein facettenreicher Blick auf die Welt der Eisenbahn zwischen Tradition und Gegenwart.

Florian Pasold („Art_by_FloH“), Malerei
Florian Pasold aus Bad Lobenstein in Thüringen arbeitet seit 2018 mit Acrylfarben. Ein persönlicher Wendepunkt führte ihn zu einer neuen künstlerischen Ausdrucksform, die heute von abstrakten, experimentellen und intuitiven Ansätzen geprägt ist. Ausgehend von ersten Arbeiten in der Pouring-Technik entwickelte er seinen Stil weiter hin zu Mixed Art. Seine Werke entstehen aus Acrylfarben, Latex-Bindemitteln, Vinylkleber und Neonfarben auf Keilrahmen. Der Prozess folgt keiner festen Planung, sondern wird von Stimmung, Bewegung und musikalischen Impulsen geleitet. So entstehen vielschichtige Arbeiten, die Gedanken und Gefühle unmittelbar sichtbar machen. Für den Künstler ist die Kunst zugleich Ausgleich zum Alltag und Ausdruck von Wandel, Energie und Reflexion.

Jessika Frank, Malerei
Jessika Frank entdeckte im Herbst 2020 ihre Freude an der Malerei, als sie erstmals mit dem Aquarellkasten ihres Großvaters Karl Teuchert arbeitete. Aus ersten experimentellen Versuchen entwickelte sich rasch eine eigene künstlerische Praxis. Ihre frühen Arbeiten widmeten sich vor allem floralen Motiven und kleinen Landschaften. Heute liegt ihr Schwerpunkt auf freier, moderner Malerei mit Raum für Experimente. Neben Aquarellen entstehen großformatige Arbeiten auf Keilrahmen mit Acrylfarben, die durch kräftige Farbigkeit und Strukturmaterialien wie Sand oder Marmormehl geprägt sind.
Ihre Werke sind von Offenheit und Freude am Ausprobieren bestimmt. Mit der Ausstellung macht sie ihre Kunst erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Nicol Voigt, Zeichnung und Malerei
Nicol Voigt, geboren 1976 in Magdeburg, beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit Zeichnen und Malen. Schon früh entwickelte sie eine besondere Begeisterung für Farben und gestalterische Ausdrucksformen.
Nach einer längeren Pause fand sie über einen persönlichen Wendepunkt zurück zur Kunst. Seitdem ist die künstlerische Arbeit für sie ein wichtiger Ausgleich und ein Raum für Ruhe, Konzentration und innere Balance.
Als autodidaktische Künstlerin liegt ihr Schwerpunkt auf (hyper)realistischen Zeichnungen mit Bleistift, Kohle und Pastellkreiden. Ergänzend arbeitet sie auch mit Acrylfarben in abstrakten und gegenständlichen Motiven.
Ihre Werke zeichnen sich durch eine ruhige, einfühlsame Bildsprache aus. Ziel ihrer Arbeit ist es, Momente von Ruhe, Nähe und emotionaler Tiefe zu vermitteln.

Philipp Gutena, Malerei
Philipp Gutena beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Malerei und Zeichnung. Eine prägende Vertiefung seiner Entwicklung erfuhr er an der Staatlichen Fachschule für Produktdesign in Selb, wo sich seine Leidenschaft für die Kunst weiter festigte. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine impulsive und experimentelle Herangehensweise aus. Inspiration findet er in Eindrücken des Alltags, wodurch sich ein offener Umgang mit verschiedenen Stilrichtungen entwickelt. Sein Werk bewegt sich zwischen gegenständlichen, naturalistischen und abstrakten Darstellungsformen.
Charakteristisch ist zudem eine intensive, teils skulpturale Bildwirkung. Trotz dieser Vielfalt bleiben seine Werke offen für eigene Deutungen und individuelle Zugänge.

Stein & Holz (Ieva Hoffmann und Thomas Kammerer), interdisziplinäre Kunst
Das Künstlerduo Stein & Holz, bestehend aus Ieva Hoffmann und Thomas Kammerer, ist im Fichtelgebirge verwurzelt – einer Landschaft, die von Granit und dichten Wäldern geprägt ist. Aus diesem Spannungsfeld entwickelte sich ihre gemeinsame künstlerische Arbeit. Ieva Hoffmann widmet sich der Malerei und arbeitet mit Aquarell, Acryl sowie Mischtechniken. Thomas Kammerer ergänzt die visuelle Ebene durch literarische Texte. In ihrer Zusammenarbeit entstehen Werke, die Bild und Wort miteinander in Beziehung setzen.
Malerei und Literatur treten dabei in einen offenen Dialog: Sie ergänzen sich, stehen mitunter im Kontrast zueinander und eröffnen neue Perspektiven der Wahrnehmung. Im Zentrum ihres Schaffens steht Kunst als Austausch zwischen Materialien, Menschen und Erlebniswelten.

Mine Gümüstekin-Jaballah, Malerei
Mine Gümüstekin-Jaballah, in der Türkei geboren und in Hannover aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren im Hofer Land, wo sie auch im Bereich Integration tätig ist. Parallel dazu hat sie sich eine kontinuierliche künstlerische Praxis aufgebaut, die einen festen Bestandteil ihres Lebens bildet. Im Zentrum ihrer Malerei steht die Auseinandersetzung mit Wasser, Licht und deren Reflexionen. Ihre Werke basieren häufig auf eigenen fotografischen Vorlagen und entwickeln aus den Erscheinungsformen von Licht auf Wasseroberflächen eine atmosphärische Bildsprache. Der kreative Prozess ist dabei von Kontinuität und persönlicher Wahrnehmung geprägt.
Über die ästhetische Wirkung hinaus versteht sie ihre Kunst auch als Impuls für ein bewussteres Naturverständnis. Durch die intensive Darstellung von Licht und Wasser lenkt sie den Blick auf die Schönheit und Schutzbedürftigkeit der natürlichen Umwelt.
Darstellung von Licht und Wasser lenkt sie den Blick auf die Schönheit und Schutzbedürftigkeit der natürlichen Umwelt. Ergänzend gibt sie regelmäßig Workshops und gibt ihre Begeisterung für kreatives Arbeiten weiter. Dabei regt sie an, Natur und Umwelt mit Aufmerksamkeit und Sensibilität zu betrachten.

Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedliche künstlerische Positionen zu entdecken und neue Perspektiven auf Kunst und Wahrnehmung zu gewinnen.

Auch das Museumsrestaurant „Altes Brennhaus“ präsentiert besondere Ausstellungen: Die Designerin Ingrid Ploß zeigt Bilder und Porzellanobjekte, darunter Unikate wie Vasen, Becher und Krüge, die handbemalt oder mit floralen Motiven gestaltet sind. Marco Ploß stellt Frauenporträts in Form von Zeichnungen aus. Für das kulinarische Angebot sorgt Matthias Ploß, Chefkoch des Restaurants, der die Besucherinnen und Besucher der „KunstTRäume“ mit Soulfood versorgt. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Band Rockapittis mit Old-School-Rock-’n’-Roll von den 1950er-Jahren bis heute – mit Songs von Elvis Presley über die Beatles und Bob Marley bis hin zu Oasis und The Police.

Alle anderen Ausstellungsflächen des Porzellanikon sind anlässlich der Veranstaltung „KunsTRäume“ ebenfalls geöffnet. Der Eintritt ist frei. Für Selbstfahrer sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

Adresse: Werner-Schürer-Platz 1, 95100 Selb, Beginn: 17:00 Uhr.