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„FORMVOLLENDET: Keramikdesign von Hans-Wilhelm Seitz“

07.03. bis 04.10.2020

über die Ausstellung

Das Porzellanikon würdigt mit der Sonderausstellung „FORMVOLLENDET – Keramikdesign von Hans-Wilhelm Seitz“ einen der bedeutendsten Porzellandesigner Deutschlands und der Region.
In seinem Atelier in der nordostbayerischen Porzellanregion arbeitet der heute 75-jährige Global Player für nationale wie internationale Auftraggeber. Mit offenem Blick in die Welt entstanden preisgekrönte Haushalts- und Hotelgeschirrentwürfe für die Porzellanfabriken Bauscher, Arzberg, Schönwald oder die SKV Porzellan-Union Schirnding sowie für ein vietnamesisches und griechisches Unternehmen. Die Jubiläumsausstellung zeigt auf rund 300 qm einen Querschnitt aus dem umfangreichen Schaffen von Hans-Wilhelm Seitz, wobei nicht nur die bedeutendsten Gebrauchsporzellane des Porzellandesigners zu sehen sind, sondern auch seine Dachziegel-Designs für die Erlus AG in Neufahrn.

Sein zeitloses Geschirr wird von Menschen auf der ganzen Welt benutzt. In seinem Atelier in Marktredwitz kreiert der Keramikkünstler seit 45 Jahren Haushalts- und Hotelgeschirrentwürfe für nationale wie internationale Auftraggeber und – was vielen unbekannt ist – auch Dachziegel. Dass der Global Player trotz bedeutender Erfolge bodenständig geblieben ist, zeichnet ihn in besonderem Maße aus.

Kurz vor Beginn der Coronakrisa hat uns das Fernsehteam vom BR besucht und diesen tollen Beitrag über unsere neue Sonderausstellung "FORMVOLLENDET – Keramikdesign von Hans-Wilhelm Seitz" gedreht. Viel Spaß bei der Entdeckertour.

 

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Hinter den Kulissen

Spannender Blick hinter den Kulissen: Aufbau der Ausstellung „FORMVOLLENDET – Keramikdesign von Hans-Wilhelm Seitz“ am Standort Hohenberg an der Eger. Die Farbe Rot als Ausstellungsfarbe unterstreicht die Leidenschaft für Porzellan.

Hans-Wilhelm Seitz Homestory

Begleitend zur Ausstellung ist eine ausführliche Publikation erschienen.

Band 130
FORMVOLLENDET – Keramikdesign von Hans-Wilhelm Seitz
2020
24,90 €
ISBN 978-3-940027-38-2

Veranstaltungen zur Sonderausstellung

Ausstellungobjekte

Kannen „Nouvelle“, 1982
Gebr. Bauscher, Weiden
©Hans-Wilhelm Seitz, Fotograf: Hanno Löwenhag, Marktredwitz
Arbeit am Entwurf der Hotelgeschirrform „Carat“, 1986
Gebr. Bauscher, Weiden
©Hans-Wilhelm Seitz, Fotograf: Hanno Löwenhag, Marktredwitz
Hotelgeschirr „Generation“, 2003
Porzellanfabrik Schönwald
©Hans-Wilhelm Seitz, Fotograf: Hanno Löwenhag, Marktredwitz
Hotelgeschirr „Gastroline“, 2019
Minh Long I, Thuan An/Vietnam
© Hans-Wilhelm Seitz, Foto: Jahreiss, kommunikation foto film, Hohenberg a. d. Eger
Entwurfsskizze zum Geschirr „Cucina“
Porzellanfabrik Arzberg
©Hans-Wilhelm Seitz

Vasen „Swingline“, 1984
Porzellanfabrik Arzberg
©Hans-Wilhelm Seitz, Foto: Jahreiss, kommunikation foto film, Hohenberg a. d. Eger

Auch für den Entwurf „Linea“ bekam Seitz den if Design Award. Er ist in mehreren Farben erhältlich. ©Erlus AG
Der Designer beim Gestalten eines Firsthahnes. ©Erlus AG
Der universelle Großflächenziegel „Karat XXL“ wurde für sein klares, zeitloses Design 2006 mit dem Red Dot Award ausgezeichnet. ©Erlus AG

Über den Designer

Porträt Hans-Wilhelm Seitz, Foto: Florian Miedl, © Porzellanikon

Zunächst absolvierte Hans-Wilhelm Seitz eine Kerammodelleur-Ausbildung in den Rosenthal Technischen Werken in Marktredwitz. Anschließend besuchte er die Porzellanfachschule in Selb. Als staatlich geprüfter Formentwerfer geht er 1966 in die Autoindustrie nach Köln (zu Ford). Doch bereits zwei Jahre später arbeitet er wieder als Modelleur in der Porzellanindustrie in seiner Wahlheimat. Eine sehr wichtige Station für ihn war die Arbeit im Atelier des Industrie-Designers Hans Theo Baumann. Dort gewann er unmittelbare Einblicke in die berufliche Praxis eines vielseitig tätigen Entwerfers, in seine Organisation und in die Arbeitsabläufe. Seit 1975 hat Hans Wilhelm-Seitz sein eigenes Atelier in Marktredwitz.

Zahlreiche der von ihm entworfenen Produkte sind preisgekrönt und aus unseren Haushalten nicht mehr wegzudenken wie das beliebte Service „Daily“ von Arzberg aus dem Jahr 1988 – eines seiner erfolgreichsten Haushaltsgeschirre. Es zeichnet sich durch eine funktionelle, sachliche und ästhetische Gestaltung aus, die auf Zeitlosigkeit setzt. Seitz steht damit ganz in der Tradition der „Guten Form“, wobei er seine Designs immer an modernen Bedürfnissen ausrichtet – ein Ansatz der das gesamte Werk des Designers bestimmt. Für die Gastronomie hat Seitz Geschirre entworfen, die zum absoluten Standard einer jeden Hotel- und Restaurantausstattung zählen, darunter das Service „Carat“ von Bauscher (1986) und „Generation“ von Schönwald (2003), die noch heute produziert werden und zu Klassikern geworden sind. #hanswilhelmseitz