Teile das Porzellanikon mit Freunden

Hohenberg

Exklusive Führung zur Sonderausstellung „Reine Formsache – Vom Bauhaus-Impuls zum Designlabor an der Burg Giebichenstein Halle“

Wie belastbar sind die Vorbilder? – Friedlaender, Marcks, Bauhaus ... und wie weiter?

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle blickt auf eine über 100 Jahre dankende Geschichte. Bereits in den 1920er Jahren entstanden hier interessante Geschirrentwürfe für die serielle Produktion. Namhafte Mitbegründer dieser intensiven Ausrichtung auf die Porzellangestaltung waren die Bauhäusler Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks, die

an die (vier Jahre vor dem Bauhaus gegründete) Kunstgewerbeschule nach Halle kamen. Hier gab es bereits eine gut laufende Töpferwerkstatt, welche schon nach kurzer Zeit zur Porzellanwerkstatt ausgebaut wurde.

Die Burg Giebichenstein ist, neben dem Bauhaus, die einflussreichste deutsche Kunstschule und bis heute lebendige Hochschule. Die Hallesche Porzellanwerkstatt entwickelte sich seit den Anfangsjahren stetig weiter, wurde zur Fachrichtung Gefäßgestaltung, heute Studienrichtung Keramik-/Glasdesign, und brachte eine Vielzahl an Porzellandesignern hervor. So zeigt der Ausstellungsteil „Chronik – Die Porzellanentwürfe ausgewählter Lehrer und Absolventen 1915 bis heute“ spannende Porzellanentwürfe für die Serie und spannt den Bogen zwischen historischem Impuls und zeitgemäßer Relevanz. Die „reine Formsache“ als Haltung und Botschaft strahlte aus auf die Generationen der Lehrenden, überdauerte die Zeit des Nationalsozialismus, legte den Grundstein für ein modernes DDR-Design und widerspiegelt sich noch heute in den Entwürfen der Absolventen.

Preis: Sonntagseintritt, zzgl. 3,50 € Führung

BEGINN: 07.04.19, 14:30
ENDE: 07.04.19, 16:00

Teeservice mit Extraktkännchen „Hallesche Form“, Entwurf: Marguerite Friedlaender-Wildenhain, 1930, Dekor: „Goldringe“, Trude Petri, Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin, Leihgabe: Joachim Rossow, Foto: Angela Francisca Endress, © Porzellanikon