Pédagogie de musée
Willkommen Forscher, Entdeckerinnen und Künstlergruppen! Das Porzellanikon Selb und Hohenberg a. d. Eger lädt Kinder und Jugendliche ein mit einem vielfältigen museumspädagogischen Programm
Porzellanius und Scherbchen, Porzblitz und Trienchen, wilde Tiger und das liebreizende Schneewittchen – was gibt es nicht alles im Porzellanmuseum! Und wenn man sich im Porzellanikon Selb und Hohenberg a. d. Eger auf die Suche nach der einen oder der anderen Bekanntschaft macht, lernt man ganz nebenbei noch eine ganze Menge. Über ein Material, das – so überirdisch weiß es auch sein mag – direkt aus der staubigen Erde kommt, das durch die Elemente Wasser und Feuer erst formbar und dann steinhart wird, das als Rohmaterial vollkommen unscheinbar, ja wertlos ist, als fertiges Produkt jedoch einst mit Gold, ja mit ganzen Hundertschaften von Soldaten aufgewogen wurde.
Das museumspädagogische Programm des Porzellanikons setzt im Kindergartenalter an und führt die Kinder und Jugendlichen bis zur Sekundarstufe entsprechend ihrer unterschiedlichen Bedürfnisse durch die Wunderwelt eines 100% Naturproduktes, dessen Geheimnis einst so schwer zu knacken war. Es gab Tausenden von Menschen Lohn und Brot - gerade in der Region Nord-Ost-Bayern - und forderte auf der anderen Seite deren ganzen Einsatz, oft über die physischen Grenzen hinaus. Damit ist beispielsweise das Thema Sozialgeschichte der Porzelliner eines, das exemplarisch Segen und Fluch, die Errungenschaften und Schattenseiten der massiv einsetzenden Industrialisierung am Beispiel der Porzellanindustrie vor Augen führt.
Lernen heißt im Porzellanikon: entdecken, beobachten, be-greifen, Rückschlüsse ziehen, nachempfinden. „Wir holen die Kinder, die Jugendlichen ab“, sagt der Direktor des Hauses, Wilhelm Siemen, dazu. „Die Programme steigen mit den jungen Besucherinnen und Besuchern dort ein, wo sie stehen: spielerisch und kreativ, aber auch kritisch und analytisch.“ Egal, ob es um die Fortsetzung des Werk- oder Materialkundeunterrichtes der Grundschulen geht oder um den Kunstunterricht am Gymnasium, egal ob sich Jugendliche mit Kunst- oder Sozialgeschichte befassen oder als Schulanfänger mit den Grundlagen plastischen Gestaltens: Das Porzellanikon hält in seinem museumspädagogischen Angebot für alle etwas bereit. Und mit Fragebogen oder Porzellanpuzzle, per kniffeligem Wissensquiz oder in der Porzellanmalstube, beim anspruchsvollen Design-historischen Vergleich, zum Thema Mechanik oder in der Diskussion um menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Lebensumstände sind das Kuratoren-Team und Fachkräfte im Einsatz.
Sie führen Schulklassen genauso wie motivierte Kleingruppen und sind genauso gerne mit Geburtstagsgesellschaften, Ferienkindern oder Kindergärten in den insgesamt 11 000m² des Porzellanmuseums in Selb und in Hohenberg a. d. Eger unterwegs.
Das Porzellanikon bietet neben den musealen Räumen auch Konferenz- und Seminarräume, in denen das Gesehene theoretisch aufgearbeitet und vertieft werden kann. Ein Schul- und Studientag lässt sich so – zwischen Klassenzimmer und spannend präsentiertem Anschauungs- und Forschungsmaterial -immer einrichten. Und zwar durchaus nach den individuellen Bedürfnissen unserer wissensdurstigen Gäste. Sprechen Sie mit dem Team vom Porzellanikon!










